Leben in zwei Welten

Der Zustand von Wachkomapatienten liegt zwischen Leben und Tod.

 

Dieser Zustand ist geprägt von Wach- und Schlafphasen. In Abhängigkeit von Belastungsmomenten sind in Wachphasen beispielsweise die Augen für längere Zeit geöffnet.

 

Typische Merkmale des apallischen Syndroms (Wachkoma) sind:

 

  • lange Schlafphasen
  • kurze Wachphasen
  • Reflektorische Primitivmotorik
  • ausgeprägter Muskeltonus (Spastik)
  • keine Reaktionen auf Reize oder Emotionen
  • Spontanatmung

Kleine Brücken zurück ins Leben

Ob ein Patient aus dem Wachkoma aufwacht, zeigt sich anfangs an kleinen Auffälligkeiten des Betroffenen. Bei bestimmten Situationen, Behandlungen oder Begegnungen mit anderen Personen können beispielsweise Reaktionen wie schneller Herzschlag, schnelle Atmung, Schweißausbrüche, Anspannungserscheinungen erste spezifische Anzeichen einer beginnenden Kommunikation sein.

Gespräche mit einem Patienten

Menschen im Wachkoma oder mit schweren Hirnschädigungen können ganz unterschiedliche komplexe Krankheitsbilder aufweisen. Für Wachkoma gibt es keine einheitliche Definition.

 

Eine Analyse sollte nicht nur biologisch-medizinisch erfolgen, sondern unbedingt auch alle subjektiven Faktoren individuell berücksichtigen.

 

Menschen im Wachkoma leben in zwei Welten. Der Funktionsausfall der Großhirnrinde macht sich durch eine starke Bewusstseinsstörung bemerkbar.

 

Unser Haus widmet sich vorrangig der Langzeittherapie von Menschen mit schweren Schädel-Hirnverletzungen oder neurologischen Systemerkrankungen. Unser Therapiekonzept und jahrelange Erfahrung zeigen immer wieder, dass es einen Weg zurück ins Leben geben kann. 

 

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